Rasen


Das ewige Sorgenkind jedes Gärtners

Nichts ist dem Rasen so abträglich wie der ständige Wechsel vom einen ins andere klimatische Extrem. Deshalb ist der Rasen in England so schön. Dank Golfstrom bewegen sich die Temperaturausschläge dort im Jahresverlauf in einer bescheidenen Bandbreite, und für genügend Regen ist in der Regel auch gesorgt.

Hierzulande ist hingegen ewiger Kampf angesagt: Vertikutieren und nachsäen im Frühjahr, düngen im Frühjahr, Frühsommer und Herbst, bewässern im Hochsommer und Bekämpfung des von unserem Klima begünstigten Unkrauts.

Ökotip: Mähen Sie elektrisch (z.B. mit einem Mähroboter), mähen Sie oft (das begünstigt die Gräser), düngen Sie wenig und erfreuen Sie sich an gelegentlich aufkommenden Blümchen.

Rasenmäher mit Fangsack:
Für das zunehmende Wachstum von Schnurgras und die Verfilzung des Rasens dürfte auch das Aufkommen von Rasenmähern mit Fangsack mitverantwortlich sein: Wo früher durch das Zusammenrechen des Rasenschnitts mit den Rasenrechen der Rasen regelmässig auch etwas vertikutiert wurde, muss heute die eingesparte Zeit für vermehrtes Vertikutieren wieder eingesetzt werden.
Frisch verlegter Rollrasen bei einem Kunden in Muri/AG

Werner Zünsel und der Günsel

Ein Berner namens Werner Zünsel
entdeckte einst ein Büschel Günsel,
das, leicht entfernt vom Rasenrand,
sich dort in blauem Blust befand.
"Was ist das für ein wildes Kraut,
das mir des Rasens Grün veraut?"
rief voll Empörung Werner Zünsel
und warf sich jählings auf den Günsel
und riss ihn aus mit wildem Grimme,
damit sein Garten wieder stimme.

Wer gab uns denn die Kompetenzen,
vom Kraut das Unkraut abzugrenzen?
Es können Zünsel und sein Rasen
mir beide in die Schuhe blasen.

(Ueli der Schreiber im Nebelspalter)
© Haefeli Gartenbau GmbH, 2016-07-13 22:51
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